Flugangst bzw. Aviophobie: Einfache Tricks zur Bewältigung

Viele Menschen reisen in nur nahe Urlaubsort und Länder, die bequem mit dem Auto erreicht werden können weil sie unter Flugangst leiden. Die sogenannte Aviophobie ist nicht zu unterschätzen, kann aber mit ein paar kleinen Tricks positiv beeinflusst werden.

 
Was sie bei der Flugbuchung beachten sollten:
Studien haben bewiesen, dass die Wahl der Sitzposition im Flieger Fluggäste die unter Flugangst leiden stark beeinflussen können.Dank der Möglichkeit vieler Fluggesellschaften den Sitzplatz im Flieger vorab zu reserviceren, können Menschen mit Flugangst hier einigen Stress bewusst vermeiden.

  • Die Sitzplätze über den Tragflächen gelten als die ruhigsten im Flieger, da hier die Bewegungen de Flugzeugs während des Flugs am wenigsten wahrgenommen werden und diese Sitzplätze können so beruhigend auf den Reisenden wirken. Falls bei der Buchung keine Sitzplätze an den Tragflächen vorgebracht werden können, kann man auf Plätze im vorderen Teil ausweichen, meiden sollte man grundsätzlich jedoch die Plätze im letzten Drittel des Fliegers
  • Auch sollte ein Platz am Gang und nicht am Fenster gewählt werden. Hier kommen sich die Fluggäste nicht so eingeengt vor und so ist der Stresslevel von vornherein niedriger

 
Die direkte stressfreie Vorbereitung auf den Flug:

  • Die Koffer sollten schon am Vortag gepackt werden, um in Ruhe die Anreise zum Flughafen antreten zu können
  • Reisen sie frühzeitig am Flughafen an, um den Check-in in Ruhe und ohne Zeitdruck hinter sich zu bringen, oder nutzen sie gleich den Online-Check-in, wo man bequem von Zuhause aus eincheckt und sich das Schlangenstehen komplett sparen kann
  • Trinken sie ausreichend Wasser, Saft oder Tee vor dem Flug und gehen sie nicht hungrig am Board. Meiden sie am Reisetag Kaffee oder Alkohol, beide wirken sich nämlich negativ auf ihren Stresslevel aus
  • Tragen sie gemütliche, bequeme atmungsaktive Kleidung, um sich körperlich und seelisch wohl zu fühlen, wie Jogginghose, Trainingsanzüge oder Stretch-Kleidung. Das hält den Stress fern und engt nicht noch zusätzlich ein

 
Informieren des Flugpersonals, der Mitreisenden oder Sitznachbarn über ihre Flugangst:

  • Das Flugpersonal ist im Vorfeld immer dankbar, wenn Fluggäste die Flugangst haben sich beim Einsteigen dem Personal anvertrauen. Das Personal kann dann gezielt beruhigend auf die Fluggäste einwirken und hat dann meist den Fluggast während des ganzen Flugs im Auge, was zur Beruhigung der betroffenen Personen beiträgt
  • Mit Fremden über seine Probleme zu reden fällt nicht immer leicht, jedoch kann es sehr hilfreich sein, wenn man den Mitreisenden oder dem Sitznachbarn ebenfalls über die eigen Flugangst informiert. Dieser kann dann selbst im Fall des Falles beruhigend auf sie einwirken, oder dem Flugpersonal bescheid geben

 
Während dem Flug ist Ablenkung das wichtigste.
Sitzt man erst mal im Flieger, sollte man sich sofort Ablenken und negative Gedankengänge erst gar nicht aufkommen lassen. Drehen sich die Gedanken erst einmal um all die Dinge die schlimmstenfalls passieren können, lässt sich dieser Teufelskreis meist nur schwer wieder unterbrechen.

  • Man sollt sich mit Dingen beschäftigen, die Ruhe und Entspannung für einen selbst bringen, wie ein Buch lesen, Musik oder Hörbücher hören, oder einen Film ansehen
  • Häufig hilft es die Luftdüsen im Flugzeug so einzustellen, dass man ausreichend mit frischer Luft und Sauerstoff versorgt wird
  • Besonders während dem Start, der für die meisten Aviophobiker die schlimmste Phase darstellt, sollte man sich in ein Gespräch vertiefen, Musik hören oder anderweitig ablenken und sich auf positives fokussieren

 
Was tun zur Vorbeugung einer sich anbahnenden Panikattacke oder Beruhigung während einer Panikattacke?
Oft merkt man ja im Vorfeld wenn sich eine Panikattacke anbahnt, der beschleunigte Puls, Schwitzen, schnelle Atmung, verkrampfen und Angstzustände. Hier kann man schon ansetzen und durch gezieltes rhythmisches Atmen der Attacke entgegen wirken. Wendet man die richtigen Techniken kann, kann man sich selbst oder den Betroffenen binnen weniger Minuten beruhigen und das Einsetzen einer Panikattacke vermeiden.

  • Gerade, aufrecht hinsetzen
  • Füsse parallel, senkrecht auf den Boden stellen
  • Füsse auf den Boden pressen und Gesäßmuskeln anspannen, nach 5 Sekunden Anspannung lockern und 20 Sekunden Entspannung genießen. Dies ruhig und beständig wiederholen bis sie sich wieder beruhigen
  • Unterstützend bei Panikattacken kann man tief in gleichmäßigem Rhythmus einatmen und doppelt so lange wieder komplett ausatmen. Wenn die Lungen leer sind für ca. 6 Sekunden die Luft anhalten und dies ebenfalls wiederholen bis sich ihre Anspannung und die Panik wieder legt

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